Pflege-Engpass in Deutschland – So sehen die Klinikleiter die Situation

Die Missstände in der Pflege sind allgemein bekannt. Es gibt eine Vielzahl an Berichten, die zeigen, dass es zu wenig qualifiziertes Personal in der Pflege gibt. Überstunden werden angehäuft und das Personal ist sehr oft überlastet.

Wir haben eine Umfrage erstellt, die wir Geschäftsführern und Pflegedienstleitungen von deutschen Krankenhäusern vorgelegt haben. Zu diesen bestand bis dahin noch kein Kontakt, um ein differenziertes Bild zu erhalten. Die Ergebnisse zeigen ihre Einschätzung über die Zustände in der Pflege.

Der Engpass beim Pflegepersonal

Die Antworten auf die Frage, ob die Klinik ausreichende finanzielle Mittel bekommt, um genügend Pflegekräfte für die anfallenden Aufgaben zu beschäftigen, sind eher ernüchternd. Nur eine der befragten Kliniken kann zustimmen. Die übrigen Teilnehmer äußern sich zum größten Teil unsicher, während ein Krankenhaus aussagt, dass überhaupt nicht genug finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

Dieses Ergebnis zeigt eine finanzielle Unsicherheit auf, welche dazu führen kann, dass weiterhin zu wenig Pflegerinnen und Pfleger eingestellt werden. Zusätzlich wird die Aussage untermauert, dass Pflegekräfte oft unterbezahlt sind. Das Ergebnis weist eher darauf hin, dass sich der Fachkräftemangel in der Pflege weiter verschärft, als dass es eine Besserung gebe.

Wenn es allerdings darum geht, ausreichend qualifiziertes Personal auf dem Markt zu finden, scheinen sich die Schwierigkeiten in Grenzen zu halten. Nur ein Krankenhaus stimmt eher zu, dass es dabei Schwierigkeiten gibt, während 60% überhaupt keine Schwierigkeiten zu beklagen haben. Dies ist interessant, da es in starkem Kontrast zur Arbeitsmarkt- und zur politischen Analyse steht, die einen klaren Mangel an Pflegefachkräften aufzeigt. Die Bundesagentur für Arbeit spricht in ihrem 2018 veröffentlichten Bericht über die Arbeitsmarktsituation in der Pflege von 14 700 unbesetzten Stellen in der Krankenpflege, Tendenz steigend. Dieses widersprüchliche Ergebnis kann als Indikator für starke regionale Unterschiede interpretiert werden.

Das hauptsächliche Problem scheint also nur bedingt an der Rekrutierung von ausgebildetem Personal zu liegen, sondern größtenteils in der Finanzierung und dem Management des Personals. Diese Aussage wird bekräftigt durch die Frage, ob die Pflege genug Zeit hat, der eigentlichen Pflegetätigkeit am Patienten nachzugehen. Die Antwort ist besorgniserregend: es gibt von keiner der Kliniken volle Zustimmung. Lediglich 40% sagen  aus, dass das Pflegepersonal tendenziell eher schon Zeit für die Patientenpflege hat. Doch demgegenüber stehen zu gleichen Anteilen Kliniken, die angeben, dass das Personal eher keine Zeit für ihre Kerntätigkeit hat.

In 40% der Krankenhäuser haben Pflegekräfte nicht genug Zeit für die Patientenpflege.

In den Kliniken, die keine Probleme haben, ausreichend Personal am Arbeitsmarkt zu finden und auch finanziell keine übermäßigen Schwierigkeiten haben, äußert das Pflegepersonal auch keine regelmäßigen Beschwerden bezüglich der Arbeitsbelastung und Personalausstattung. Jene, die diesbezogen eher Probleme haben, stellen auch eher Beschwerden seitens der Pflege fest, was von einer verstärkten Unterbesetzung zeugt. In diesen Kliniken ist die Quote an Fehltagen auch dementsprechend höher, während die übrigen eher keine hohe Fehltage-Quote beklagen. Dies bestätigt den Zusammenhang von Unterbesetzung, Überlastung und krankheitsbedingten Ausfällen.

66% der Kliniken mit Servicekräften können diese nicht effizient einsetzen.

Interessant ist allerdings, dass einerseits genau in diesen Krankenhäusern Servicekräfte zur Entlastung des Personals eingesetzt werden, aber andererseits die Pflegekräfte auch häufig von der Patientenklingel unterbrochen werden. So gaben 66% der Klinikleiter an, dass sie ihre Servicekräfte nicht effizient einsetzen können. Dies könnte einer der Gründe sein, weshalb der flächendeckende Einsatz von Servicekräften zur Entlastung der Pflege bisher nicht möglich ist.

Das Problem scheint hier am Management von Service- und Pflegekräften zu liegen, denn die Pflegedienstleiter dieser Häuser stimmen zu, dass eine bessere Verteilung der Aufgaben zwischen Service- und Pflegekräften die Belastungssituation in der Pflege verbessern könnte. Das ist ein Problem, an dem unbedingt angesetzt werden muss, um den effizienten Einsatz des Klinikpersonals zu gewährleisten.

Ein weiteres großes Problem, das 60% der teilnehmenden Krankenhäuser erkennen, ist, dass beim Schichtwechsel oft wichtige Informationen verloren gehen. Der Grund dafür ist mangelhafte Kommunikation zwischen dem Personal und schlechte beziehungsweise unvollständige Dokumentation aufgrund von einer gestressten Arbeitssituation. Durch optimierte Kommunikation könnte eine signifikante Zeitersparnis erzielt werden, was großes Potenzial hätte, die Pflegesituation in Kliniken zu verbessern. 60% der befragten Häuser erkennen, dass durch genauere und effizientere Verteilung der Aufgaben, die Situation in der Pflege entlastet werden könnte und bestätigen damit den Ansatz, die internen Kommunikationsstrukturen zu verbessern.

Cliniserve löst interne Kommunikationsschwierigkeiten

Cliniserve setzt genau an diesen Problematiken an und bietet eine Lösung zur einfachen und effizienten Kommunikation nicht nur zwischen Patient und Pflege, sondern auch unter Mitarbeitern. Wir ermöglichen eine einfache Über- und Weitergabe von Patientenanfragen, um den optimalen Einsatz von Pflege- und Servicekräften zu ermöglichen. Mit Cliniserve können Laufwege, und damit direkt Zeit, gespart werden und so zu einem angenehmen Arbeitsumfeld beigetragen werden. Das Stationsmanagement im Feld zwischen Pflegekräften, Servicekräften und Patienten kann effizienter gestaltet werden damit interne Prozesse schnell und reibungslos ablaufen können. Wir erkennen die Schwierigkeiten, die die Ergebnisse der Umfrage nochmals bestätigt haben, und wollen dort ansetzen, wo für alle Beteiligten ein spürbarer Mehrwert entsteht.

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